Eine Gewohnheit kann man nicht einfach zum Fenster hinaus werfen; man muss sie Stufe für Stufe die Treppe hinunter locken.

–Mark Twain

Wie Sie schlechte Gewohnheiten ändern.

Probieren Sie diese wirksame Methode.

gewohnheiten-titanes

 

Ich arbeite derzeit an einem neuen Online-Kurs zum Thema "Bessere Gewohnheiten entwickeln". Zu diesem Thema habe ich ja auf diesem Blog schon etliche Beiträge veröffentlicht. Einen der wichtigsten Ansätze zum Thema Ändern von Gewohnheiten will ich heute ausführlicher beschreiben.

 

Anfangen funktioniert anders als Aufhören.

Wenn wir eine neue Gewohnheit aufbauen wollen ist das Vorgehen ganz anders als wenn wir mit einer alten Gewohnheit brechen wollen.

Das hat damit zu tun, dass unser Gehirn kausale Verknüpfungen lernt zwischen einem Auslöser (Trigger) und dem Verhalten sowie dem dann folgenden Ergebnis.

Wenn Sie beispielsweise beginnen wollen,  jeden Tag eine Multivitamintablette zu nehmen, ist es gut, den Auslöser so zu setzen, dass Sie ihn zu einem Zeitpunkt und an einem Ort sehen, wo Ihnen das Schlucken des Vitamins einfällt und auch leicht zu erledigen ist.

  • Ein falscher Auslöser wäre also, Ihre Vitaminschachtel in eine Schublade zu legen und zu hoffen, dass Sie täglich daran denken.
  • Besser, aber immer noch nicht gut, wäre es, einen Post-it-Zettel an den Badezimmerspiegel zu heften, der Sie an die tägliche Pilleneinnahme erinnert. Denn die Vitamine wären ja immer noch in der Schublade.
  • Der wirksamste Auslöser: Platzieren Sie die Vitamine dort, wo Sie jeden Tag sind und Ihr Blick darauf fällt und zwar zu einer Tageszeit, wo Sie sie nehmen wollen. Also nicht auf den Nachttisch, sondern auf die Konsole im Badezimmer oder auf den Tisch neben die Zuckerdose, wo Sie frühstücken.

Durch die intelligente Platzierung des Triggers wirkt dieser als Erinnerung an Ihr Vorhaben und - das ist das Entscheidende: Sie können das gewünschte Verhalten (Vitamin schlucken) sofort ausführen!

Mit einer bestehenden Gewohnheit aufzuhören erfordert aber ein ganz anderes Vorgehen.

Ein Beispiel: Charles Duhigg, Autor des Buches Die Macht der Gewohnheit, beschreibt darin seine Angewohnheit, sich jeden Nachmittag ein Stück Kuchen zu holen. Nach einiger Zeit brachte er vier Kilo mehr auf die Waage, was ihm missfiel und er untersuchte, was hinter seiner Gewohnheit steckte.

Jeden Tag ging er in den 14. Stock seines Bürogebäudes und kaufte sich ein Stück Kuchen. Doch als er diese Gewohnheit untersuchte, mit der er aufhören wollte, wurde ihm etwas Wichtiges klar.

Es ging gar nicht um den Kuchen.

Weiterlesen


Wie Sie Ihrem Lebenssinn mit sechs seltsamen Fragen näher kommen.

Oder: Wie kommt man wieder aus einer Sinnkrise raus? Eines Tages, ich war vielleicht fünf Jahre alt, stolzierte ich ins Wohnzimmer und verkündete meinen Eltern: “Ich werde mal Künstler!” Die Reaktion meiner Mutter erinnere ich nicht mehr. Vermutlich irgendwas zwischen “Wenn du meinst,” und “Du spinnst ja!” Aber von da an stand es fest. Was


Die Muse küsst nur fleißige Kreative.

Und warum Ihr Smartphone Ihre Kreativität verhindert. Die Muse ist seit der Antike als göttliche oder genialische Inspirationsquelle für Künstler genannt. Ursprung ist die antike Vorstellung, dass Ideen sich nicht von selbst entwickeln, sondern von Göttern (oder eben den Musen) von außen eingegeben werden. In der antiken Mythologie sind die Musen Quellnymphen – neun Schwestern,


Warum man Menschen nicht motivieren kann – und nicht muss.

Ein Test mit zwei Fragen für Führungskräfte, Mitarbeiter, Selbständige, Partner und Eltern. Diese Woche bekam ich zwei Vortrags-Anfragen zum Thema “Motivation”. Eine für Bausparkassenvertreter, die andere für zwei Abteilungen aus unterschiedlichen Unternehmen, die nach einer Fusion zu einer zusammengelegt werden sollen. Leider war ich zu den gewünschten Terminen nicht frei. Aber gibt es zum Thema